Der Entwurf zu Cidadania ist zu Ende und die Arbeiten werden gerade vom Team. Eine der Arbeiten kann ich hier bereits zeigen – sie ist von Andreas und Pedro. Die beiden waren eins von zweit Teams, die ein Video gemacht haben.
Unter dem Motto „Lass Darmstadt blühen“ veranstalteten wir eine Art Flashmob, den wir allerdings vorbereiten und später als Film abgeben haben. Die Idee war, dass sich eine Gruppe von Menschen mitten in Darmstadt (am Besten auf dem Luisenplatz) wie zufällig trifft. Diese Menschen sind seriös gekleidet, mit einer Aktentasche in der Hand auf dem Weg zur Arbeit. Sie kommen alle an den gleichen Ort und bleiben dann plötzlich stehen und schauen sich an. Im nächsten Moment lassen sie ihre Taschen fallen und rennen in unterschiedliche Richtungen. In der nächsten Szene sieht man einen Teil dieser Menschen ein Plakat an einer markanten Stelle in Darmstadt aufhängen, z.B. Fassaden in der Rheinstraße, ein Plakat mit der Aufschrift „Wo ist die Farbe?“. Auch hier kommen sie angerannt, hängen das Plakat schnell auf und rennen wieder davon. Während an einem anderen Ort ein anderer Teil der seriös gekleideten Menschen, ein anderes Plakat aufhängt (ca. 5 verschiedene Orte und Plakate). Das Ende des Films zeigt wie die Menschen zurück an den Ausgangsort kommen, ihre zuvor fallen gelassenen Taschen aufheben und weitergehen als wäre nichts geschehen.
Wir möchten durch diese Aktion auf Orte in Darmstadt hinweisen, welche Veränderungen dringend nötig haben und die Menschen auf der Straße aufmerksam machen, ihre Stadt genauer zu betrachten und sich kritisch mit ihr auseinander zu setzen.
Die Aufgabenstellung war:
Sammelt Ideen zu markanten Orten, macht Fotos und überlegt euch einen Spruch, eine Frage für das Plakat. Wichtig ist, dass ihr die genaue Länge des Plakates festlegt. (Papier für die Plakate ist auf Rollen vorhanden und muss nur noch auf die richtige Länge gekürzt werden.)
Die Ideen werden am Dienstag 15.01.08 14.00h abgegeben und ausgewählt.
Ebenso muss Jeder einen Teil zum Video beitragen, d.h. schauspielern, filmen, schneiden usw… Die Aufnahmen finden am Mittwoch 16.01.08 ab 11.00h statt.
Die unten folgenden Termine sind verbindlich für diejenigen, die am Stegreif teilnehmen wollen.
Der letzte Stegreif ist abgegeben – von jetzt an beginnt die Arbeit am eigentlichen Entwurf. Ein Ergebnis des letzten Stegreifs seht ihr hier – die Aufgabenstellung findet ihr unter dem Video:
Nicht nur das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit verpflichtet die Stadt ihre Bürger zu schützen, vielfach stellt ein Bedürfnis nach Planbarkeit und Berechenbarkeit einen weiteren Sicherheitsaspekt dar. So rüsten viele europäische und außereuropäische Städte im Namen der Sicherheit auf. Öffentliche Räume werden mit Kameras versehen, doch was passiert mit den so gesammelten Daten? Auch wird gewerblich genutzten, also privaten Räumen (z.B. Luisencenter), durch ihre Gestaltung zwar ein öffentlicher Charakter verliehen, doch bestehen hier andere Regeln der Zugänglichkeit und andere Sicherungsmaßnahmen, als im öffentlichen Raum. Andererseits gibt es immer mehr Aneignungen von öffentlichem Raum durch private Nutzung (z.B. Reklametafeln auf
dem Gehweg).
Wie beeinflußt die Vielfalt der Nutzung und die allgemeine Zugänglichkeit Aspekte von Sicherheit und Vertrauen? Wie stellt sich die Situation in Darmstadt dar? Ist man im öffentlichen Raum zu sehr auf sich allein gestellt? Sollte man mehr Räume aus Sicherheitsgründen privatisieren oder gibt es eine Kehrseite dieser scheinbaren Qualifizierung?
Wäre es mit den heutigen Moral- und Ethikvorstellungen sinnvoll eine Analogie zur Natur zu suchen?
Mit Hilfe von Storyboards oder Szenen soll eine Geschichte erzählt werden, die sich kritisch aber humorvoll mit diesem Thema auseinandersetzt. Inwieweit beeinflussen architektonische und soziale Komponenten unser Sicherheitsgefühl?
Am Freitag, den 14.12.2007, lief unser Workshop zum Thema „Kann man Musik zeichnen?“. Christoph Meinhard vom Darmstädter Echo verfasste über den Inhalt folgenden Artikel:
TUD – Studenten des Fachbereichs Architektur starten das Projekt „Cidadania“
Von Christoph Monnard:
Ein Foto der Fußgängerunterführung unter der Kirchstraße, die das Ludwig-Georg-Gymnasium und die Straßenbahnhaltestelle „Schulstraße“ verbindet, wird auf lange, weiße Papierbahnen projiziert, die an diesem Freitag (14.) von der der Decke des Architekturgebäudes der TU Darmstadt hängen. Daneben sitzen drei Studenten der Akademie für Tonkunst und spielen klassische Gitarren. Ihnen gegenüber befinden sich mehrere Tische an denen andere Studenten sitzen und eifrig auf großen Papierbögen zeichnen. Im Hintergrund verschwimmt plötzlich das projizierte Foto und eine räumliche Zeichnung von der Fußgängerunterführung erscheint. Jedoch zeigt sie die Unterführung nun nicht mehr so dunkel und menschenleer, wie auf dem vorangegangenen Foto. Auf der Skizze ist sie ausgebaut und mit hellen Farben und Lichtern versehenen und in ihrer Mitte befindet sich eine Café-Bar, vor der sich mehrere Menschen tummeln.
Dieser Entwurf, die Musik und das Zeichnen seien Teile der ersten großen Veranstaltung im Rahmen des Projekts „Cidadania“, das seit kurzem von Studenten des Fachbereichs Architektur betrieben wird., berichtet Architekturstudent Pedro Aibeo, Initiator und Organisator des Projekts. Der Name des Projekts ist ebenso wie er selbst portugiesischer Natur. „Auf Deutsch bedeutet Cidadania soviel wie Staatsbürgerschaft“, erklärt Aibeo. Den Begriff habe er ausgewählt, da er die Verbindung des Menschen als Organismus mit einem räumlich begrenzten Gebiet darstelle und somit den Basisgedanken des Projekts widerspiegele. „Wir sehen die Stadt als lebendigen Organismus, der ähnlich funktioniert, wie der Mensch selbst. Die verschiedenen Orte und Räume der Stadt haben ihre eigene Funktion und äußeres Erscheinungsbild, sind aber wiederum mit allen anderen Orten verknüpft.“, erklärt er weiter. Ziel des Projekts sei es, durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche, wie z.B. Architektur, Musik, Biologie und dem Schauspielstudio der TU, die Verschiedenartigkeit und gleichzeitig die Verknüpfung von Darmstadts Räumen mit verschiedenartigen Mitteln darzustellen. Der gewollte Nebeneffekt sei dabei, dass die Studenten auch Wissen und Nutzen aus den anderen Fachgebieten mit einbeziehen können und somit Kreativität und Motivation für neue Ideen und Konzepte erhielten, erklärt Aibeo.
So wird diese Zusammenführung der Fachbereiche auch an der heutigen Veranstaltung deutlich, die den Titel „Kann man Musik zeichnen?“ trägt. Studenten aus unterschiedlichen Fachbereichen haben sich an den Tischen im Foyer versammelt, lauschen den Klängen der klassischen Gitarren und zeichnen je nach Tonlage sanfte Linien oder dunkle, eckige Gebilde.
Die Musikstücke dazu wurden von Martin Sadowski, Student an der Akademie für Tonkunst, komponiert und bilden den musikalischen Beitrag für „Cidadania“. Seine Komposition orientiere sich an den verschiedenen Orten Darmstadts, die von den Architekturstudenten ausgewählt wurden, berichtet Sadowski. Die Wahl der Orte erfolgte wiederum im Rahmen des Architektur-Kurses „Darmstädter Raumintervention“, der von Jo Eisele, Professor für Architektur an der TUD, angeboten wird. „Ich hatte Hr. Eisele das Konzept der Stadt als Organismus vorgestellt und er hat daraufhin seine Einwilligung zur Teilnahme bei „Cidadania“ gegeben und das Thema das Kurses entwickelt.“, berichtet Aibeo.
„Die Vorgabe war, sich ungemütliche, ungenutzte oder ,im Sinne eines Organismus, kranke Plätze in Darmstadt zu suchen, und diese wieder lebendig zu gestalten und somit zu heilen“, erläutert Till Burgtorf, Teilnehmer von „Cidadania“ und der „Darmstädter Raumintervention“. Er hätte sich vorgenommen den Schlossgraben umzugestalten, berichtet Burgtorf weiter. Andere hätten sich den Mathildenplatz ausgesucht, oder eben die unfreundlich wirkende Fußgängerunterführung an der Kirchstraße.
Welche Räume in Darmstadt sonst noch ausgewählt wurden und wie sie im Endeffekt dargestellt werden, wird erst im September 2008 im Zuge des Architektursommers in der Darmstädter Innenstadt im Rahmen einer großen und vielseitigen Veranstaltung präsentiert. Eines steht aber bereits jetzt schon fest: Die Besucher der Veranstaltung werden die unterschiedlichen Orte Darmstadts mit allen Sinnen erfahren und neu entdecken können.
Der Stegreif ‘Auf die Plätze, Darmstadt, Los!!!’ ist abgegeben. Unten findet ihr 2 der abgegebenen Arbeiten. Unter den Videos ist eine Erläuterung zum Stegreif.
Einführung
In jeder Stadt gibt es Kreisläufe materieller, energetischer, sozialer und kultureller Natur.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit 138.000 Einwohnern verfügt über 100.000 Arbeitsplätze. 80.000 Pendler kommen werktäglich in die Stadt zu ihrem Arbeitsplatz, davon die Hälfte mit ihrem Pkw. 15.000 Pendler fahren täglich aus der Stadt zu ihrem Job. Dazu kommt privater Kundenverkehr, Fußgänger, Lkw- anlieferungen in den Fußgängerzonen allgemeiner Durchgangsverkehr etc….
Auf den ersten Blick scheint der Verkehr in Darmstadt zu dominieren. Ist dies wirklich so? Wie zeigen sich Strassenräume in Darmstadt .Wie werden Fussgängerzonen ausgebaut und definiert? Wie qualitativ sind Darmstadts Plätze? Wie wirken diese auf Besucher? Inwiefern beeinflussen diese Aspekte das Stadtbild?
Seit 1997 wird das Verkehrssystem Darmstadts in Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt erforscht und analysiert um es zu verbessern.
Nun ist es eure Aufgabe hierfür kreative und vor allem realistische Lösungen zu finden; Wo gibt es Schnittstellen, Störstellen oder Abhängigkeiten?Wo liegen Potenziale, welche zur Zeit noch nicht ausgeschöpft werden? Wie könnte man Darmstadts Strassenräume attraktiver gestalten?
Zur Bearbeitung des Stegreifes genügt die Ausarbeitung eines Aspektes.
Leistungen
Die Mittel der Darstellung stehen frei sollte sich aber im Rahmen von Plakaten (Storyboards), Film oder Theater (Szenen), Musik und Sounds bewegen aufgrund des interdisziplinären Hintergrundes des Cidadania Projektes (siehe http://www.Cidadania-Darmstadt.Info)
(Dateien bitte digital abgeben)
Also traut Euch!
Die Abgabe des 2.ten Stegreis zu Cidadanía ist gelaufen – hier wieder ein kurzes Video von der Abgabe. Als zweites Video haben wir noch den Stegreif von Predo.
Gestern hat Dr. Andreas Titze (TU Marburg) einen Gastvortrag zum Thema „Organismus | Kreislauf | Stadt“ gehalten. Einen kurzen Mitschnitt der Vortrages seht ihr im angehängten Video…
Vor ein paar Tagen lief die Abgabe zum Ideenwetbewerb Cidadanía - hier ein kurzes Video zur Abgabe. Auf Basis der fünf besten Arbeiten werden in den kommenden Wochen Stegreife herausgegeben.